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eCO₂BIM & SIA 390:1

Von der Norm zur Entwurfslogik — CO₂ als integraler Bestandteil der Planung

Ein Wendepunkt in der Planung

Die Norm SIA 390:1 markiert einen grundlegenden Wandel in der Schweizer Planungspraxis. Sie verlangt, dass Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes als zentrales Entscheidungskriterium in den Entwurf integriert werden.

Genau an diesem Punkt setzt das Projekt eCO₂BIM von stro.archi × cadnode.ch an.

Eine Herausforderung in der Praxis

Heute sind nur wenige Fachleute in der Lage, gleichzeitig ein 3D-BIM-Modell, eine Kostenstruktur nach eBKP-H und ökologische Materialdaten (z.B. KBOB) zu verknüpfen.

Ohne diese Verbindung bleibt es schwierig, die wirtschaftliche Machbarkeit, den CO₂-Fussabdruck und die geforderten Abwägungen zwischen Kosten, Materialien und Emissionen nachvollziehbar darzustellen.

Drei Ebenen — ein Entscheidungsmodell

BIM

3D-Modell als geometrische und quantitative Grundlage für Mengen, Flächen und Bauteile.

eBKP-H

Strukturierte Kostengliederung für belastbare und vergleichbare Kostenschätzungen.

KBOB / LCA

Material- und Umweltdaten zur Bewertung von CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus.

Diese Verknüpfung ermöglicht es, bereits früh zwei zentrale Fragen zu beantworten:
Was kostet das Projekt — und welchen CO₂-Fussabdruck hat es?

Von der Norm zur Anwendung

eCO₂BIM versteht sich nicht als nachgelagerte Ökobilanz, sondern als operatives Planungsinstrument im Sinne der SIA 390:1.

Die Methodik wird bereits in frühen Phasen eingesetzt: Machbarkeit, Vorprojekt, Variantenstudien und Materialentscheidungen.

Dadurch werden CO₂-Emissionen nicht nur gemessen, sondern aktiv gesteuert.

OpenBIM als Grundlage

Der Einsatz von OpenBIM und IFC ermöglicht eine durchgängige, transparente und interoperable Datenstruktur zwischen allen Projektbeteiligten.

Dies ist entscheidend, da die SIA 390:1 nachvollziehbare Annahmen, überprüfbare Daten und transparente Entscheidungsgrundlagen verlangt.

Zusammenfassung

eCO₂BIM liefert eine konkrete methodische Antwort auf die Anforderungen der SIA 390:1: die Klimawirkung eines Gebäudes bereits im Entwurf messbar, vergleichbar und steuerbar zu machen.

Durch die Verknüpfung von BIM, Kosten (eBKP-H) und Umweltdaten (KBOB) entsteht eine fundierte Entscheidungsbasis für Planer, Bauherrschaften und GU/TU.

Ohne vernetzte Daten kein belastbarer Nachweis.
Mit eCO₂BIM wird die Norm zum Entwurfswerkzeug.